Die Aktivitäten der AG Imperium Romanum

„Rubens – Kraft der Verwandlung“

Trotz der darauffolgenden Kurzferien fanden sich am Nachmittag des 30.5.18 doch 10 Schüler und Schülerinnen und 2 Lehrkräfte zu einer Exkursion ins Frankfurter Städelmuseum zusammen. Dort wurde das Werk von einem der berühmtesten Barockmaler, Peter Paul Rubens, gezeigt. Für unsere AG ging es speziell um die barocke Interpretation antiker Mythen und die geniale Kreativität des Künstlers, mit der er antike Vorlagen, d. h. Bildhauereien, in seinen barocken Gemälde umdeutete – mitunter sogar mit einem völlig neuen, christlichen Kontext.

Frank Weber

Besuch des Römerkastells „Saalburg“ der AG Imperium Romanum

Am Mittwoch, dem 02.05.2018, machte sich die Exkursions-AG "Imperium Romanum", bestehend aus vielen interessierten Lateinschülerinnen und Lateinschülern, gemeinsam mit Frau Greve und Herrn Weber auf den Weg zur Saalburg bei Bad Homburg.

Morgens um 9:00 Uhr sind wir am Haupteingang mit einem Reisebus - nach erfolgreichem Durchzählen - losgefahren. Nach einer guten Stunde kamen wir schließlich an. Nun noch ein kurzer Fußmarsch, vorbei an der Kasse, zu den latrinae (also den Toiletten) und schon trafen wir unsere Führer.

Nachdem wir unsere Taschen und Rucksäcke abgestellt hatten, mussten wir, genau wie die römischen Soldaten, in einer Reihe antreten und eine Aufnahmeprüfung bestehen. Dabei wurde einer von uns nach vorne geholt und in ein paar Metern Entfernung von unserem Führer positioniert. Dieser stellte ihm nun ein wirklich einfache Matheaufgabe: "Was ergibt 2 + 2?" Natürlich waren wir anderen zunächst sehr überrascht, da wir mit einer schwereren Prüfung gerechnet hatten. Unser Führer klärte uns jedoch schnell auf: Mit dieser einfachen Frage konnte er in kurzer Zeit überprüfen, wie das Gehör funktioniert und ob alle dieselbe Sprache sprechen. Vor allem letzteres war in einem Weltreich, welches aus verschiedenen Völkern besteht, enorm wichtig, um Befehle erteilen zu können. Nun wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt.

Daraufhin gingen wir los zur sogenannten "Saalburg 1". Diese war die erste Stellung der Römer an dieser Stelle. Ein kleiner Bereich, der von einem Erdwall umgeben war, weiter nichts. Insgesamt gab es 4 Stadien der Saalburg. Die heutige Version entspricht der "Saalburg 4", jedoch mit einigen Fehlern, da diese Rekonstruktion schon vor 100 Jahren von Kaiser Wilhelm II. durchgeführt wurde. Weiter ging es einen Pfad hinunter zum ehemaligen Limes. Hier sahen wir Teile einer rekonstruierten Holzpalisade. Den Limes gab es auch in verschiedenen Stadien. Zuerst waren entlang seines Verlaufes nur hölzerne Wachtürme verteilt, dann kam die bereits erwähnte Holzpalisade zusammen mit steinernen Türmen. Da die Palisade aber sehr anfällig und wartungsintensiv war, riss man sie schließlich wieder ein und errichtete einen hohen Erdwall und dahinter einen Graben. Die lange verbreitete Theorie, dass Palisade und Erdwall zur selben Zeit vorhanden waren, entspricht also nicht mehr dem Kenntnisstand.

Zurück in der Saalburg wurden unsere zwei Gruppen wieder zusammengeführt. Wir kamen in einen Raum und vier von uns wurden wie echte Römer eingekleidet. Wir hatten eine römische Dame in einer edlen Tunika und ihren Ehemann, einen Senator in Toga. Da dieses wichtige Paar selbstverständlich einen Leibwächter brauchte, wurde ein dritter mit voller Kriegsmontur, wie zum Beispiel einem Schwert, dem gladius, ausgestattet. Um auch einmal die Unterbekleidung der Römer sehen zu können, wurde dem vierten ein langes Tuch umgewickelt. Das war die römische Unterhose.

Nun kam die Mittagspause. Und circa 13:00 Uhr gingen wir in die "Taberna" um diverse römische Speisen, wie die lucanicae (römische Wurst) oder den moretum (römischer Kräuterkäse), zu probieren. Wer von allem kosten wollte, bestellte einfach den Römerteller.

Nach gut einer Stunde Pause, ging es um 14:00 Uhr wieder in den Gruppen los. Wir besuchten das Dorf, welches vor den Mauern des Kastells lag und wo hauptsächlich Händler und andere Dienstleister, wie Handwerker und Prostituierte, lebten. Weiter ging es zu den Thermen. Männer und Frauen durften nie zur gleichen Zeit baden. Und während Männer komplett nackt die Thermen aufsuchten, mussten die Frauen eine Art Bikini aus Stoff tragen. Es gab zwei Heizungen, die das Wasser und den Boden erhitzten. Die Thermen bestanden aus einem Kaltwasserbecken, einer Art Sauna, einem Warmwasserbecken und einem Heißwasserbecken. Die Sauna und das Heißwasserbecken lagen direkt an den zwei Heizungen. Vor den Thermen standen die latrinae der Römer. Hier wurden die Hinterlassenschaften durch das verbrauchte Wasser aus der Anlage herausgeschwemmt. Anschließend betrachteten wir uns die aus Hohlziegeln errichtete Fußbodenheizung genauer. Die römischen Fußbodenheizungen waren für die damalige Zeit wirklich extrem fortschrittlich. Sie leiteten die warme Luft mithilfe von Unterdruck durch die Hohlräume im Boden und dann durch Hohlziegel die Wand hinauf. So konnten sie Temperaturen bis 60° erreichen. Danach führte uns unser Führer in ein triclinium (Drei- Liegenzimmer), also in ein römisches Speisezimmer. Der adelige Mann aß bei den Römern im Liegen auf einer Kline. Diese Speisezimmer wurden nach griechischem Vorbild errichtet. Anschließend ging es in den Tempel, in dem die religiösen Pflichten erfüllt wurden. Im privaten Bereich waren die Römer hinsichtlich der Religion sehr tolerant und offen, aber nur solange, wie man seine Pflichten erfüllte. Deshalb kam es auch zur Christenverfolgung. Die Christen konnten aufgrund ihrer Überzeugung die Pflichten der Staatsreligion nicht ausführen und wurden deswegen verfolgt. Im Tempel wurde auch der Kaiser verehrt, obwohl dieser, solange er noch lebte, kein Gott war. Er war aber gottgleich.

Jetzt wurden wir wieder zusammengeführt und stellten uns in eine Reihe. Wir bekamen nun vier römische Befehle beigebracht. Der erste bedeutete: "Eine Viertel Drehung nach rechts!", der zweite: "Eine Viertel Drehung nach links!", der dritte: "Eine Halbe Drehung im Uhrzeigersinn!" und der vierte: "Losmarschieren und ... Stopp!" Nun mussten wir uns der Größe nach in einer Reihe aufstellen und wurden in Dreier-Gruppen eingeteilt. Nacheinander erhielt jede Gruppe ihre Schilde, die man selbstverständlich in der linken Hand hielt. Dann marschierten wir hinaus auf die Wiese. Dort nahmen wir die Schilde nacheinander über den Kopf und stützten sie hinten mit unserer Hand. Vorne wurden sie vom Vordermann oder der Vorderfrau mitgestützt. Wenn es richtig geklappt hätte, wären wir nun von oben komplett geschützt gewesen. In dieser Formation erstürmten die Römer Mauern. Die Schildträger liefen voran bis sie an die Mauer kamen. Dort knieten sie sich hin und andere Soldaten konnten nun über die Schilde laufen und die Mauer überwinden. Wenn es jedoch einmal eine Lücke gab, und dadurch einer der Männer getötet wurde, wurde die Lücke immer größer und die gesamte Formation wurde vernichtet. Anschließend legten wir die Schilde weg und nahmen den Bogen in die Hand. Jeder durfte nun zwei- bis dreimal schießen. Sogar Herr Weber und Frau Greve versuchten ihr Glück.

Zum Abschluss besuchten wir noch einen Tempel des Mithras. Bei seinen Anhängern handelte es sich um einen Geheimbund, der dem Christentum ähnelte. Der größte Unterschied war, dass es bei den Christen nur den "einzig wahren Gott" gab und alle römischen Götter nicht existierten. Bei den Mithras-Anhängern gab es zwar auch nur einen Gott, jedoch glaubten sie auch an die Existenz der anderen Götter. So war zum Beispiel Jupiter auch nur eine Variante des Mithras.

Zum Abschied schenkten uns die Führer noch einen Sesterz. Es war leider nur ein Replikat und kein Original. Nach einer raschen Rückkehr in den Souvenirladen ging es eilig zurück in den Bus und wir fuhren zurück nach Oppenheim. Es war ein wunderschöner und wirklich lohnenswerter Ausflug, den man jederzeit wiederholen könnte. Vielen Dank an Herr Weber und Frau Greve, dass Sie das alles organisiert haben!

Autor: Julius Gutman, 9a

Triumph ohne Sieg – das Ende der römischen Eroberungen in Germanien

Exkursion der AG Imperium Romanum nach Westfalen

Die Niederlage des Varus in der sog. „Schlacht im Teutoburger Wald“ war aus römischer Sicht eine Katastrophe. Nicht viel erfolgreicher verlief der Rachefeldzug des Germanicus sieben Jahre später. Zwar bewilligte Kaiser Tiberius einen Triumph, aber die Germanien-Politik war am Ende: die Römer zogen sich an die Rheingrenze zurück.

Die AG Imperium Romanum begab sich am 20.-22.10.17 an geschichtsträchtige Orte in Norddeutschland: zunächst besuchten die 30 Schüler und Schülerinnen unter Leitung von Frau Greve und Herrn Weber das Grabungsgelände, wo die Varus-Schlacht heute nachgewiesen ist. Dazu passte die aktuelle Ausstellung in Haltern am See: „Triumph ohne Sieg“. Doch die Exkursion beschränkte sich nicht auf die alten Römer. Unweit liegen zwei bedeutende Städte, deren Namen eng mit einem anderen Krieg verbunden sind: die beiden Städte des Westfälischen Friedens, Münster und Osnabrück. Im strömenden Regen mit gelegentlichen Aufheiterungen lernten die Rheinhessen diese beiden reizvollen Städte kennen.

 Text: Frank Weber

Odin, Thor und Freyja

Am Donnerstag, 6. April 2017 begaben sich 26 interessierte Schülerinnen und Schüler der AG „Imperium Romanum“ auf eine weitere Exkursion.

Diesmal ging es unter der Leitung von Hr. Weber und Fr. Föckeler-Seidel ins Archäologische Museum nach Frankfurt. Das Thema der Fahrt war „Odin, Thor und Freyja. Skandinavische Kultplätze des 1. Jt.n.Chr.“

Wir trafen uns um 12:30 Uhr am Haupteingang vor der Schule. Gemeinsam liefen wir zum Oppenheimer Bahnhof. Von dort fuhren wir mit dem Zug nach Frankfurt. Im Museum angekommen, begann die Führung pünktlich durch zwei Museumsführer. Zunächst bekamen wir einen menschlichen Schädel zu sehen. Sie erklärten uns, dass es sich um eine Moorleiche handelt. Voll gruselig!

Unter anderem sahen wir einen großen Stein, auf dem mysteriöse Symbole eingeritzt waren. In einem anderen Raum wurde uns erklärt, wie die skandinavischen Langhäuser konstruiert waren. Man fand verrottete Holzpfeiler, auf denen die Häuser standen. Außerdem wurden Feuerstellen und ein Gebetshaus entdeckt.  Danach wurden uns einige der nordischen Gottheiten vorgestellt, z.B. Odin,Thor und Freyja. Odin war der mächtigste, weiseste und geheimnisvollste Gott der Wikinger. Er hatte magische Kräfte und ein achtbeiniges Pferd, das Sleipnir hieß. Thor war der Sohn des Odin und Gott des Donners. Mit seinem Zauberhammer kämpfte er gegen Riesen. Freyja war die Göttin der Liebe und Schönheit.

Es ging weiter zu zwei großen Holzaltären mit Opfergaben (z.B. Speisen). Dann berichtete man uns etwas über die nordischen Feste und die Kleidung der damaligen Menschen. Zum Schluss wurde das großes Modell eines Palastes gezeigt. Gleich daneben sah man eine Schiffsbestattung. Unter anderem konnten wir die Grabbeigaben reicher Skandinavier bestaunen. Die Beigaben bestanden aus Medikamenten, Geld und Waffen. Sie dienten dazu, dass die wohlhabenden Toten für das nächste Leben gut ausgerüstet waren. 

Um 16:47 Uhr fuhren wir wieder nach Hause. Es war wie immer ein sehr informativer Ausflug und wir erhielten viele spannende Infos über das faszinierende Leben der Skandinavier!

 

Lucas Gottschling, 6h

 

 

„Athen. Der Triumph der Bilder“

Das neue Schuljahr war noch keine Woche alt, da startete bereits eine kleine Gruppe archäologieinteressierter Schüler und Schülerinnen am Freitag, dem 2.9.16, nach Frankfurt ins Liebieghaus. Unter ihnen waren ganz spontan einige Sechstklässler, die gerade ihre ersten Stunden in der neuen Fremdsprache Latein erlebt hatten – Respekt!

Begleitet wurden sie von Herrn Weber und Frau Greve.

Die Ausstellung, die am darauf folgenden Sonntag endete – daher die Eile! – zeigte herausragende Werke der Vasenmalerei und Bildhauerei aus der klassischen Zeit und veranschaulichte eindrucksvoll den Gründungsmythos der Polis Athen, insbesondere die Rivalität zwischen Athene und Poseidon.

Nach einer interessanten Führung konnten die SchülerInnen ihre Eindrücke mit Ton auf kreative Weise nachwirken lassen.

F. Weber

"Nero - Kaiser, Künstler und Tyrann"

COLONIA AVGVSTA TREVERORVM

Freitag

Am 16. September 2016 begab sich die AG "Imperium Romanum" mit 14 Schülern, Frau Eichner und Herrn Weber auf eine zweitägige Exkursion nach Trier.

Nach einer 2,5-stündigen Busfahrt kamen wir um 11:30 Uhr in dem Jugendgästehaus Warsberger Hof in Trier an.

Um 12 Uhr brach unsere Gruppe zum Trierer Dom auf, wo Herr Weber uns zahlreiche Informationen über den ursprünglich römischen Teil und dessen Konstruktion gab (z.B. wurden Ziegel und Backsteine für den Bau verwendet). Faszinierend an dem Dom war seine riesige, wunderschöne Orgel sowie viele Wandmalereien.

Anschließend besichtigten wir die gotische Doppelkirche, die erst viele Jahre später an den Dom angebaut wurde. Auffallend an dieser Kirche waren ihre spitzbogenförmigen Fenster.

Danach ging es um 13 Uhr zur Palastaula, die auch als "Basilika" bekannt ist (auf Latein: Aula Palatina). Die Basilika hat in früheren Zeiten Kaiser Konstantin als Empfangshalle für seine Gäste gedient. Besonders hervorzuheben ist für die Größe des Gebäudes (nämlich 33 m hoch) das fortschrittliche Beheizungssystem für Boden und Wände.

Dann folgte eine kurze Mittagspause.

Anschließend bekamen die Schüler im Rheinischen Landesmuseum eine einstündige, informative Führung über Kaiser Nero und seine Zeit. Es ging um Neros Kindheit, seine Zeit als Kaiser und seine grausamen Taten.

Mit unserer Führung ging es weiter zum Stadtmuseum "Simeonsstift", denn dort folgte der zweite Teil der spannenden Neroausstellung. Dort sah man viele Gemälde aus späterer Zeit, die Neros künstlerisches Leben beschrieben. Die Bilder gaben Auskunft über seine außergewöhnliche Vorliebe für Schauspiel, Gesang und Instrumente.

Nach diesem anstrengenden Tag beschlossen wir den Ausflug zur Porta Nigra auf den Samstag zu verlegen und kehrten erschöpft um 18:30 Uhr zum Warsberger Hof zurück.

Danach gab es Abendessen und wir ließen den Abend gemütlich ausklingen. Der erste Tag in Trier ging zu Ende. Es war ein sehr erlebnisreicher und informativer Tag für uns alle!

Lucas Gottschling, 6h

 

Samstag

Wir gingen nach dem Frühstück zur Porta Nigra, sie ist das besterhaltene Stadttor des römischen Reiches. Dort stand ein vereinfachtes 3D-Modell von Trier aus der römischen Zeit.

Danach sind wir zu einer Brücke über die Mosel gelaufen, diese wurde von den Römern erbaut und dient noch heute dem Autoverkehr.

Danach liefen wir zu den Barbara-Thermen. In den Thermen kamen die Römer zusammen um sich zu entspannen und sich zu säubern.

Nun gab es eine Mittagspause.

Danach schauten wir uns die Kaiser-Thermen an, diese hatte Kaiser Konstantin angefangen zu bauen, sie wurden jedoch nicht zu Ende gestellt. Diese Arbeit übernahm dann ein anderer und wandelte sie in eine Kaserne um. Die Kaiser-Thermen wurden dann später zur einer Burg.

Im Anschluss gingen wir zum Amphitheater, das früher mitten in die Stadtmauer hineingebaut wurde. Dort zeigte gerade eine Gruppe von einer modernen Gladiatorenschule ihre Kampfkunst.

Zum Abschluss schauten wir uns im Landesmuseum das große Modell der römischen Stadt an; dort konnte man jedes einzelne Bauwerk erkennen, das wir in diesen Tagen kennengelernt hatten.

Danach fuhren wir mit dem Bus nach Hause.

Jakob Collmann, 6h

Auf dem "Domstein"
Auf dem "Domstein"
Am Quadratbau, dem römischen Kern des Trierer Doms
Am Quadratbau, dem römischen Kern des Trierer Doms
Die Porta Nigra am frühen Morgen -ohne Touristen
Die Porta Nigra am frühen Morgen -ohne Touristen
Vor der Aula Palatina
Vor der Aula Palatina
Römerbrücke
Römerbrücke
Vorm Amphittheater
Vorm Amphittheater