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Reportagen der 7e
Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 7e waren in Reporterteams unterwegs und haben im Rahmen einer Unterrichtsreihe im Fach Deutsch Reportagen über ihren Schulalltag geschrieben. Die folgenden Texte wurden in den abschließenden Redaktionskonferenzen zu den jeweiligen „Gruppensiegern“ gewählt und stellen einen Querschnitt durch die Arbeiten der Klasse dar.
Die Concert Band

- Foto: privat
„Hey, können wir noch mal „Lion King“ spielen? Ich kann das noch nicht so gut … “, ruft ein Mädchen durch den Musiksaal 2 des Gymnasiums zu St. Katharinen in
Oppenheim . Man muss nicht lange suchen, bis man den Saal findet, indem die Concert - Band jeden Mittwoch in der 7. und 8. Stunde übt. Schon von draußen hört man die Hörner, Klarinetten, Trompeten, Posaunen, … spielen. Öffnet man die Tür zum Saal, so sieht man rund 42 6 - 8 Klässler wild durcheinander spielen und reden. „Das macht echt Spaß, ich freu mich immer wieder darauf “, so sieht Naomi diese AG. Schließlich ist sie schon 3 ½ Jahre in der Concert - Band genauso lange wie Fr. W., die gerade hereinkommt, diese Gruppe leitet. „Hallo!“, begrüßt sie alle freundlich, bevor sie mit einem aufforderndem „Setzt euch jetzt bitte alle!“ fortfährt. Nachdem sich alle auf ihre Plätze gesetzt haben, legt die Concert - Band schon mit
„Lion King“ los. Sofort wird der ganze Raum mit wundervoller Musik erfüllt. Für Außenstehende mögen die dirigierenden Bewegungen Fr. W.s komisch aussehen, „Ich weiß aber genau, was sie meint“, erzählt Louisa. Nach dem Lied dann eine urplötzliche Stille „Wo sind denn die Anderen?“, fragt die Lehrerin ihre Band. „Sie wollen nicht kommen“, antwortet ihr ein Mädchen. Man kann Frau W. die Enttäuschung eindeutig ansehen: „Wer heute fehlt, der kann nicht mitspielen. Danke, danke, dass ihr da seid!“, sagt sie. „Hoffentlich klappt das!“, hört man ein paar Mädchen reden. Schließlich haben sie laut Fr. W. ein ½ Jahr für das Konzert geübt. Im Jahr hat die Band 4-5 Konzerte. Doch selbstverständlich soll am Jubiläumskonzert nicht nur ein Lied gespielt werden! Wenn auch „Lion King“ schon sehr gut klappt, muss man auch noch „James Bond“ können und weil nur noch wenig Zeit ist, legt Fr. W. auch direkt los: „1, 2, und 1, 2, 3, 4.” Alle strengen sich an, schließlich will man ein schönes Konzert haben.
Kaum fängt die Band an zu spielen, bekommt man ein Gefühl, als wäre man selbst James Bond und müsste einen seiner schwierigen Fälle lösen.
Doch leider war es dieses Mal für Fr. W. nicht gut genug. Mit jeder Minute wächst die Anspannung auf das baldig kommende Konzert. „Strengt euch mehr an!“, motiviert sie ihre Band.
„Genau, strengt euch mehr an, ich will nach Hause“, hört man einen Jungen aus der letzten Reihe rufen. Lachend stimmen die Anderen ihm zu. „Wir sind eine richtige Gemeinschaft und halten total zusammen!“, erzählt Naomi und Fr. W. stimmt ihr zu: „Hier sind so viele verschiedene Niveaus zusammengekommen und alle spielen wunderbar zusammen. “Da es aber nur noch 10 Minuten sind, fährt die Lehrerin mit einem mahnenden „Pssst „ fort.
Nur noch selten muss sie die Musiker auf etwas eigene Art, wie z. B.: „Spielt nicht dada, sondern dudu und danach baba…“, zurechtweisen. Doch schon bald ist es geschafft und das Lied klingt besser als je zuvor. Das bejaht auch Fr. W. mit einem: „Hut ab, da ist der Hut ja weggeflogen“, und auch Naomi gibt sich zuverlässig: „Das war gut, hoffentlich wird das Konzert genauso.”
….. Was es dann (vor allem wegen der Concert - Band) auch wirklich wurde.
Text: Anika Flothow 7e, 4.11.2011
Mittagessen in der Schule

- Mit diesem Chip wird bestellt und bezahlt

- Ein Appetit anregender Wandschmuck
Oppenheim, 27.10.2011
„Ich habe Hunger!“, ruft ein braunhaariges Mädchen, das gerade durch die Tür der Schulmensa stürmt und sich mit ihrem Essenschip bewaffnet an der langen Schlange vor der Theke anstellt.
Die Sechstklässlerin heißt Julia Götz und geht jeden Tag in der sechsten Stunde in die Mensa des St. Katharinen Gymnasiums Oppenheim. Sie ist in einer Ganztagsklasse und findet das Essen „O.K.“. Heute gibt es Hühnchen mit Reis, Nudeln mit grünem Pesto oder Tomatensuppe.
12.35 Uhr
Julia nimmt sich einen Löffel, eine Gabel, ein Messer, eine Serviette und ein Tablett. Das große, schlanke Mädchen vor ihr hat ihren Chip vergessen. Bekommt sie jetzt kein Essen? Die Frau hinter der Theke guckt ein bisschen grimmig, will dann aber den Namen des Mädchens wissen. Sie schaut auf eine Liste und gibt dem Mädchen ihr Essen. Später berichtet die Mensamitarbeiterin, dass bis zu 10 Kinder am Tag ihren Chip vergessen oder verloren haben.
Nach 5 Minuten ist Julia dann an der Reihe. Sie legt ihren Chip an und bekommt ihr, im Internet bestelltes, Essen. Es riecht nach leckerem Hühnchen und frischem Reis. Julia erzählt: „Mir läuft schon das Wasser im Mund zusammen. Dieses Essen gibt es leider nicht so oft. Dafür aber umso öfter Nudeln. Das ist auch gut.“ Sie setzt sich zu ihrer Tischgruppe und fängt an zu essen.
In der neuen Mensa stehen viele große Gruppentische. Die Stühle haben unterschiedliche Farben: Die Ganztagskinder aus der Unterstufe sitzen auf gelben Stühlen während alle Kinder aus der Mittelstufe auf grünen Stühlen Platz nehmen und die blauen Stühle sind für die Oberstufenschüler reserviert. Der Unterschied ist aber, dass die Oberstufenschüler nur Tagesesser sind und in der siebten Stunde essen. Tagesesser können in jeder Woche zwischen fünf Gerichten wählen. Für Ganztagskinder stehen jeden Tag drei Gerichten zur Auswahl. Ein Gericht davon ist gluten- und laktosefrei. Ein anderes ist vegetarisch. Und das dritte Gericht ist „normal“.
12.50 Uhr
Julia schmeckt ihr Hühnchen, aber sie muss sich beeilen, da der Unterricht schon um 13.00 Uhr beginnt und sie noch mit ihrer Freundin spielen möchte. Ihre Freundin hat Tischdienst, das heißt, sie muss den Tisch putzen und die Stühle hochstellen.
12.55Uhr
Jetzt hat Julia zwar keine Pause mehr aber sie freut sich trotzdem auf morgen, denn da gibt es Currywurst.
Text: Hanna von Selchow
Viel Trubel in den Pausen
Es ist 9.30 Uhr und die Kinder strömen aus den Klassensälen. „Endlich Pause!“, ruft ein Mädchen aus der 7. Klasse.
Der neu renovierte Schulhof mit einem bunten Klettergerüst, einer Kletterwand und vielen grauen Steinbänken füllt sich allmählich.
So verläuft der Pausenanfang an jedem Tag im Oppenheimer Gymnasium zu St. Katharinen. Schüler der 5. - 13. Klasse schlendern langsam auf den Schulhof. Man hört laute Stimmen und Gelächter. Es riecht förmlich nach der kalten Herbstluft, und der Wind weht die Blätter von den im Schulhof stehenden Ahorn Bäumen.
Kinder spielen mit Tennisbällen an den grünen, mitten im Schulhof stehenden Tischtennisplatten. „Der Ball wird mit der Hand von Spieler zu Spieler gestoßen. Wer den Ball nicht kriegt, fliegt raus!“ berichtet so ein Junge, der fast jede Pause mit Ballspielen verbringt.
„Oh nein! Nächste Stunde ist Mathe. Ich glaube, ich habe meine Hausaufgaben nicht!“ sagt ein Schüler, der in einer der vielen Gruppen auf dem Schulhof steht. Und was jetzt? Aber auch darauf gibt es eine Lösung! Noch schnell beim Freund abschreiben, der das Buch offen vor sich liegen hat.
Die geschätzten 1500 Schüler halten sich aber nicht nur in der Nähe von Kletterwand auf. Vor allem Oberstufenklässler verbringen ihre Pause gerne im Foyer oder im Innenhof. Auch jüngere Schüler, die keine Fans der kalten Winterluft sind, können ihre Pause in der schulischen Bibliothek oder drinnen im Erdgeschoss verbringen.
„Hey, nur 12 Leute auf das Klettergerüst!“ oder „ Runter vom Sportplatz!“, hört man die Lehrer den Schülern zurufen, wenn die Kinder während der Pause gegen das sogenannte Regelwerk verstoßen, was nicht selten passiert. Auch die Kinder, die sich während der Pause im 1. oder 2. Stock aufhalten, werden, wenn sie ein strenger Lehrer erwischt, gerne mal bestraft.
So verbringen die Kinder der Rhein-Hessischen-Schule ihre Pause mit viel Spaß, bis die Glocken läuten und die großen Scharen langsam die Treppen hochdrängen, um in die 3. Unterrichtsstunde zu gehen.
Text: Luisa Nickles, 3.11.2011
Spaß am Sport wird hier großgeschrieben
„Es gibt gar keinen Grund aufgeregt zu sein“, ruft Herr V., der anschließend ein paar Mal pfeifen muss, damit sich ca. 50 Köpfe hinsetzen und aufmerksam zuhören. Herr V. und Frau N. sind gerade dabei, am 28.10.2011 in der 5. und 6. Stunde am Gymnasium zu St. Katharinen Sportunterricht zu geben. „Jungs und Mädchen machen heute zusammen Sport“, ruft Frau N. „Oh nein, warum?“ hört man 50 Stimmen rufen. Während die Lehrer den Unterrichtsablauf besprechen, reden die Schüler ohne Punkt und Komma weiter, bis Herr V. mitteilt, dass Handball gespielt wird. Frau N. erklärt: „Der Unterricht macht mir sehr viel Spaß. Die Kinder hier an der Schule sind sehr freundlich und hilfsbereit. Natürlich gibt es auch Schüler und Schülerinnen, die nicht aufmerksam zuhören, aber dafür gibt es ja jede Menge Zusatzaufgaben“, lacht sie.
Als wir die Schüler befragen, ob ihnen der Unterricht gefällt, antwortet über die Hälfte mit einem entschiedenen „Ja“. „Die Lehrer sind super und ich finde es besonders toll, dass wir im Sommer viel rausgehen auf den Sportplatz“, sagt Hannah aus der 7a. „Basketball macht mir besonders viel Spaß, Turnen mag ich nicht so“, ergänzt sie.
Auf die Frage, was Frau N. beim Sportunterricht besonders wichtig ist, antwortet sie: „Disziplin, Spaß und Motivation.“ Im Moment spielen die Schüler und Schülerinnen begeistert Sitzhandball. Am Ende der beiden Sportstunden verabschieden sich die Lehrer. „Wir wünschen euch noch viel, viel Glück in diesem Schuljahr!“, rufen die beiden. Heute war nämlich ihr letzter Schultag an unserer Schule. Frau N. wechselt auf ein Sportgymnasium und Herr V. auf ein Gymnasium in Hessen.
Nachdem sich die Schüler umgezogen haben, fahren sie fröhlich, aber auch etwas erschöpft, nach Hause.
Text: Nicola Rein
Den folgenden Text bitten wir nicht allzu wörtlich zu nehmen, er enthält zwecks Spannungssteigerung fiktive Elemente...
Ein Tag an der "Halte"
TSCH und BROOOM hört man die Geräusche an der Bushaltestelle. Es ist ein ganz schönes Gedränge und Geschubse, wenn die Schüler um 7.45 Uhr an der Bushaltestelle-Ost des Gymnasiums zu St. Katharinen in Oppenheim aussteigen. Bei diesem Gedränge kann schon mal jemand hinfallen und sich das Knie aufschlagen. So wie an diesem Morgen: ,,AUTSCH“, schreit ein kleines Mädchen. Es ist aus dem Bus geschoben worden und liegt nun weinend in einer Pfütze. Sofort kommen ihre Freundinnen angerannt und helfen ihr auf die Beine. ,,Verdammt!“, meint das weinende Mädchen, ,,Wir schreiben doch heute Mathe!“. Doch gegen ihren eigenen Willen wird sie ins Krankenzimmer gebracht.
Ein Schüler bemerkt: ,,Mich nervt das ganze Gedränge und die vollen Busse. Ich finde es viel besser, wenn meine Mutter mich fährt.“
Die Busse kommen und gehen und laden immer mehr Schüler aus, gleich darauf brausen sie wieder davon. Die Schüler hetzen und schlendern in ihre Klassensäle, je nachdem, wie wichtig das Unterrichtsfach ist. Die Haltestelle fungiert gleichzeitig auch als Parkplatz für die Lehrer des Gymnasiums, und nur ein kleiner, Schlagloch durchzogener Weg führt zu den Türen der Schule.
Die Busfahrer stehen früh auf, um die Schüler rechtzeitig in die Schule zu befördern. Ein Busfahrer erzählt uns: ,,Mir macht es Spaß, die Schüler in die Schule zu bringen und man hört dabei immer den neuesten Klatsch.“
Wenn die Schüler in den Klassensälen sind, herrscht Totenstille an der ,,Halte“ und der Tag nimmt seinen gewohnten Lauf.
Text:




