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Solarboot 2011 - aller guten Dinge sind drei!
Alle guten Dinge sind drei !
Florian Bechtold, MSS 13
Zwei Jahre ist es nun her als unter der Leitung von Herrn Ewald das erste Team mit „Boot für die Welt“ an den Start ging. Auch wenn damals selbst enorme technische Probleme uns nicht von einem 37. Platz abhalten konnten, so entsprach dieses Ergebnis doch überhaupt nicht den ambitionierten Zielen, die wir uns gesteckt hatten. Ein Jahr später konnte unser optimiertes „Rammboot“ trotz enormer Nutzlast durch gute Wendigkeit und zwei Motoren inklusive Leistungsanpassung den zweiten Platz in einem, von Luxemburgern dominierten Wettbewerb erringen. Von hier aus gab es nur noch ein Ziel: den ersten Platz. Wir überdachten noch einmal unsere Konstruktion und wie wir unser Ziel 400% des Bootsgewichts als Nutzlast mitzuführen erreichen könnten, ohne an Stabilität einzubüßen, denn wie jedes Jahr sollte auch diesmal das Rennen auf der Mosel bei Koblenz stattfinden. Die zündende Idee hierbei: Anstelle der Glasfaser und dem schwerem Kleber vom letzten Jahr Balsa Holz verwenden! Weiterhin versuchten wir durch diverse Tests an Schrauben und Motoren in einem eigens dafür gebauten Teststand unseren Antrieb zu optimieren. Begleitet wurde dieses Jahr die AG durch eine Facharbeit einer unserer Teilnehmerinnen, was uns auch einen tieferen Einblick in die theoretischen Grundlagen gab. Praktische Erfahrung sammelten wir durch eine, mit miserablem Wetter begleiteten Probefahrt am Gimbsheimer Baggersee, die uns allerdings einen bedeutenden Erfahrungsvorsprung unter diesen Bedingungen geben sollte…
Am Tag des Wettkampfs war die Ausgangslage nämlich noch schlimmer: Die Sonne schien kaum und dazu gab es einen bedrohlichen Gegenwind! Viele Boot, auch unserer Konkurrenten in der höchsten Gewichtsklasse konnten unter diesen Bedingungen kaum Fahren, bzw. an den Start kommen. Der Wind riss viele Boote einfach in dir Luft, sodass sie kopfüber und mit gravierenden Panel-Schäden das Rennen beenden mussten. Unser „Rammboot“, mit dem wir letztes Jahr den 2. Platz machten konnte unter diesen Bedingungen nicht arbeiten: Die Sonne reichte nicht aus, das schwere Boot mit einer Gesamtmasse von ca. 20kg gegen die Strömung zum Start zu bewegen. Jeder konnte nun sehen, was ein Jahr Entwicklung und Optimierung doch ausmachen: Unser Vorjahresboot war im Vergleich zu den anderen obsolet geworden. Doch hatten natürlich auch wir das Jahr genutzt. Dem Angesicht der miserablen Ausgangslage trotzten wir mit jeder Runde, die unser „Turbo-ot“ problemlos meisterte. Es stellte sich heraus, dass vor allem unter diesen Bedingungen unsere Kombination aus hoher Nutzlast und großer Panelfläche unschlagbar war: Wir hatten den Lauf gewonnen und uns für das Gesamtrennen aller Klassen qualifiziert. Alles starrte nun gespannt auf den Bildschirm, der die restlichen Punkte aus Dokumentation, Nutzlast und Leistungsprüfstand. Am Ende stand fest: Im dritten Anlauf hatten wir unser Ziel erreicht: Wir hatten das Beste von über 50 Booten konstruiert! Selbst das anschließende Gesamtrennen konnten wir mit einem phänomenalen 2. Platz (trotz größtem Gesamtgewicht!) abschließen.
Unsere Ausbeute konnte sich sehen lassen: 1000€ Preisgeld für den Gesamtsieg im Solarboot-Cup und einen Pokal für den zweiten Platz im Abschlussrennen. All dies wäre allerdings nicht möglich gewesen ohne die großzügige Unterstützung von Bosch, die uns Solarzellen zur Verfügung stellten, von Bruker und Spaleck, von denen wir Lötverbinder und Flussmittel erhielten, von Dow Chemical, die uns mit Styorform-Platten versorgten, von Delftship, mit deren Programm wir unseren Bootsrumpf planten, von Würth Elektronik, die uns Transformatoren zur Verfügung stellten und Herrn Fichtner von der Uni Mainz, der uns eine großartige Leistungsanpassung konzipierte. Nach drei Jahren allerdings löst sich langsam der Kern unserer Mannschaft nach dem Erreichen des Abiturs. Wenn ihr also in der Oberstufe seid und Interesse habt, mit uns den Titel zu verteidigen, dann meldet euch bei Herrn Ewald! Jeder kann bestätigen: Es ist wert dabei zu sein.
Solarboot-AG weiter auf Erfolgskurs
Auch im Jahr 2011 war die Solarboot-AG in Koblenz wieder erfolgreich vertreten:














