Lesen Jugendliche wirklich weniger?

Harry Potter und die Lesemuffel 

 

„Mika, lies doch mal ein Buch, statt immer nur auf dein Handy zu glotzen!“

Viele Jugendliche kennen diese Aufforderung der Eltern. Oft kommt dann noch ein „Früher, als es diese vielen neuen Medien noch nicht gab, da haben wir in deinem Alter noch gelesen!“

Jugendliche lesen also weniger, so die weit verbreitete Meinung. Doch was ist wirklich dran an dieser Vermutung? Woran liegt es, dass man scheinbar in diesem Alter seltener liest? Und ist es wahr, dass Jungen weniger lesen als Mädchen? Wir sind diesen Fragen nachgegangen und haben Antworten in verschiedenen regionalen und überregionalen Zeitungen gesucht. Dabei achteten wir darauf, wie Zeitungen im Gegensatz zu ihren Online-Ausgaben argumentieren, welche Erkenntnisse Studien bringen und was Buchhandlungen sagen. Die Ergebnisse sind genauso überraschend wie erstaunlich.

 

Teil I: Leseverhalten

 

Ja, Jugendliche lesen weniger! Die Argumente der Befürworter

Nein, Jugendliche lesen nicht weniger! Die Argumente der Gegner

Wie berichten Zeitungen und ihre Online-Ausgaben über das Thema?

Was Studien zum Leseverhalten deutscher Jugendlicher sagen

Umfrage an unserer Schule

Wie geht es den Buchhandlungen und Büchereien?

Umfrage im Buchhandel

Unsere eigene Meinung

 

Teil II: Digitale Schule

 

Digitalisierung der Schulbücher

Tablet-Nutzung im Unterricht - schon heute?

E-Books: Pro und Contra

Moderne Technik überall – Wie sieht die Zukunft aus?

Alternatives  Lesen

 

 

 

Ja, Jugendliche lesen weniger! Die Argumente der Befürworter (von Laura)

Oft hört man, dass Jugendliche weniger lesen, „weil es ihnen keinen Spaß macht.“ Eine Studie, die vom Hamburger Abendblatt veröffentlicht wurde, zeigt, dass 1995 noch 60% der 14-19-Jährigen gerne Bücher lasen. Heute seien es nur noch 47%, weniger als die Hälfte! Doch woran liegt das?

Ein Grund besteht darin, dass Computerspiele, Spielkonsolen oder Fernsehen in der Regel einen größeren Reiz auf Jugendliche ausüben als ein Buch. Bei unserer Recherche fiel allerdings auf, dass die Neuen Medien als Ursache für Leseschwund bei Jugendlichen äußerst selten genannt werden.

Lese-Zapping stellt auch ein Problem dar. Da wir unser Leseverhalten an unser Computer- und Fernsehverhalten immer mehr anpassen, überfliegen Jugendliche Textstellen und können so den Zusammenhang nicht richtig erschließen. Dies bestätigt auch die PISA-Studie.


Die amerikanische Nielsen Norman Group, die das Leseverhalten am Computer untersuchte, fand in einer Studie heraus, dass nur ein Sechstel der Probanden wirklich jeden Satz am Monitor lasen. „Die hektische Suche nach dem Kern des Textes“, so beschreibt Jakob Nielsen die Aktivität des Leseverhaltens. Jedoch ist diese Studie nicht repräsentativ, da nur 200 Personen getestet wurden und Nielsen dieses Ergebnis angestrebt hat.

Ein weiterer Grund ist der Gruppenzwang. Leseforscher haben herausgefunden, dass „Lesen unter männlichen Jugendlichen als weiblich gilt“ und nur wenige Jungen haben genug Selbstbewusstsein gegen dieses falsch verstandene Rollenverhalten ihrer Freunde anzugehen. Dies bestätigt auch ein Beispiel aus unserer Schule:

Sven (zu Ben): „Und was hast du zum Geburtstag bekommen?“            
Ben: „FIFA, ein paar Klamotten und noch so ein Buch…“

Sven: „Ich hab‘ dir doch gesagt, du sollst keine Bücher mehr lesen!“

Ben: „ Ja, du hast Recht.“ (Namen wurden geändert)

Die Schule ist aber auch mitverantwortlich am Leseverhalten von Jugendlichen, denn teilweise verbinden Teenager mit dem Lesen schlechte Erinnerungen wie z.B. beim Vorlesen im Unterricht. Außerdem können viele Jugendliche nicht schnell lesen, sie vergleichen sich mit anderen, die schneller mit einem Text oder einem Buch fertig sind als sie und fühlen sich schlecht. Des Weiteren fehlt den Jugendlichen die Motivation zum Lesen, da in der Schule häufig nur klassische Literatur als Lektüre verwendet wird, wie Schillers Werk „Die Räuber“. Der Spaß am Lesen wird zusätzlich noch durch die langwierige Behandlung eines Buches im Unterricht geraubt, denn kein Lehrer verwendet im Unterricht Bücher, um sie nur zu lesen. Ganz im Gegenteil, diese müssen wochenlang  bis auf das kleinste Detail besprochen werden, bis das ganze Buch schließlich zerkaut wurde und es keinem mehr gefällt.

Weil sehr viele Jugendliche bis nachmittags in die Schule gehen müssen und dann danach auch noch Hausaufgaben und Lernen ansteht, freuen sich Jugendliche, wenn sie den restlichen Tag mit ihren Freunden verbringen oder Sport treiben können. Denn Lesen gilt als anspruchsvolle Aktivität und nach der langen Schule schauen die Jugendlichen abends lieber Fernsehen.

Laut der Studie Stiftung Lesen hat von 2500 befragten Personen 2002 jeder Dritte im Jahr 11-50 Bücher gelesen, 2010 war es nur noch jeder Vierte. 25% lesen überhaupt nicht! Der wohl stärkste Grund, warum Jugendliche weniger lesen, findet sich in der Familie. „Kind, lies doch mal ein Buch anstatt immer nur vor dem Bildschirm zu sitzen!“, diesen Satz kennen viele Jugendliche, doch er bewirkt nicht viel, außer dass er einen Zwang auslöst. Die Familie wird sehr stark für die Lesefaulheit von Teenagern verantwortlich gemacht. 45% der 14-19 Jährigen bekamen als Kind nie ein Buch geschenkt. 1992 waren es noch 72%. Das ist ein Verlust von knapp 30%. Außerdem bekommen die Kinder von ihren Eltern viel weniger vorgelesen als früher, was das Interesse an Büchern deutlich lindert. Es fehlt dadurch vor allem die Begeisterung und Freude am Lesen, was unweigerlich zum Leserückgang führt.

 

 

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Nein, Jugendliche lesen nicht weniger! Die Argumente der Gegner (von Jakob)

Deutschland ist ein Land der Dichter, Denker - und Leser - und das wird in Zukunft auch so bleiben.

14 Jahre ist der „PISA-Schock“ nun her und seitdem haben sich die Leistungen deutscher Schüler im Bereich der Lesekompetenz stetig verbessert. Nicht nur beim Lesen selbst, sondern auch beim Textverständnis liegen deutsche Schüler über dem EU-Durchschnitt und auf einem Niveau mit traditionell starken Ländern wie den Niederlanden.

Ein positives Zeichen, das auch zeigt, dass sich der immer wieder beschworene Leserückgang nicht bewahrheitet. Die Lesefreude hat sogar zugenommen. Und die Zahl der Lesemuffel im Grundschulalter ist in den letzten Jahren um 8% auf 10% gesunken.

Ob Harry Potter, Tintenherz, die Tribute von Panem oder Klassiker wie Tom Sawyer und Moby Dick, viele Bücher muss man einfach gelesen haben. Entscheidend ist der Spaßfaktor und das Interesse und das sollten auch Eltern respektieren. Denn selbst Jungen lesen gerne, nur eben oft andere Bücher, von denen Eltern weniger halten. Dazu gehören neben Action-Abenteuer-Büchern oder Horrorgeschichten auch Autobiografien ihrer Idole. Man muss Jugendliche nur richtig für ein Buch motivieren.

Es gibt zwar immer Menschen, die man für's Lesen nicht begeistern kann: Ein Viertel der Deutschen liest nie. Das war aber auch schon vor 20 Jahren so. Dafür sind sogar 33% der Jugendlichen und Deutschen Vielleser, wenn man Zeitungen und Zeitschriften mit dazu nimmt. Eine vor wenigen Tagen veröffentlichte Studie anlässlich der Leipziger Buchmesse  zeigt sogar, dass Jugendliche und gerade auch Jungen wieder mehr lesen. 40 % der Jungen und 60 % der Mädchen lesen demnach mehrmals pro Woche. Man kann also nicht behaupten, dass Jugendliche im Vergleich zu früher weniger lesen.

Hinzu kommt ein weiterer Fehler aller Studien. Sie berücksichtigen nur das Freizeitverhalten und vergessen, dass man heutzutage für die Schule und den Beruf immer mehr liest. Wer erfolgreich sein will, bildet sich mit Büchern fort. Wie oft lesen wir denn den Lektionstext für den nächsten Geschichtstest durch? Oder wie viel lernen Studenten für die nächste Klausur mit dem Buch? Auch für die Arbeitsstelle muss man immer auf dem neuesten Stand sein. Wenn man all dies betrachtet, ist es sogar möglich, dass wir heute mehr lesen als früher, nur eben andere Bücher und nicht unbedingt einen Roman.

Außerdem ist es eine normale Entwicklung, wenn man im Teenageralter weniger als vorher liest. Jugendliche haben einfach weniger Freizeit als im Grundschulalter. In der wenigen freien Zeit muss man auch noch Hausaufgaben machen und für die Schule lernen. Und der Sportverein oder der Musikunterricht hat dann oft Priorität.

Auch Büchereien bestätigen, dass viele Jugendliche zwar einen Ausweis besitzen, ihn im Teenageralter aber nicht nutzen. Kaum ist man aus diesem Alter wieder raus, werden auch wieder Bücher gelesen. Für viele Schüler ist es außerdem gerade in diesem Alter schwer, das geeignete Buch zu finden, weil man sich genau zwischen Kinder- und Erwachsenenbüchern befindet. Buchhandlungen betonen unterdessen, dass sie keine größeren Einbußen erleiden, obwohl heutzutage immer mehr Bücher im Internet bestellt werden. Auch dieser Aspekt versichert, dass Jugendliche keineswegs weniger lesen als in früheren Zeiten.

Noch stärker wiegt allerdings ein ganz anderes Argument. Gehen Pessimisten davon aus, dass man im Pubertätsalter aufgrund von neuen Medien weniger liest, sind sich zahlreiche Wissenschaftler sicher, dass wir gerade durch elektronische Medien noch mehr lesen. 90 % aller deutschen Schüler haben einen Internetzugang und die Lieblingsfreizeitbeschäftigung vieler Jugendlicher ist mittlerweile der Computer. Natürlich wird dort auch Musik gehört oder gespielt, aber vor allem auch gelesen. Ob wir E-Mails checken, die Website eines Sportmagazins lesen, auf der Homepage einer Zeitung nach dem Weltgeschehen schauen oder für das nächste Schulreferat recherchieren -  bei fast jeder Tätigkeit müssen wir lesen, ob wir es wollen oder nicht. Auch Medienforscher Heinz Bonfadelli, den „Die Zeit“ interviewte, ist sich sicher, dass es „für den Lesenden keine Rolle spielt, ob er am Bildschirm oder in einem klassischen Buch liest.“ Das Lesen und Schreiben nehme sogar in kleineren Portionen zu, weil wir viel mehr auf dem Bildschirm lesen. Und mittlerweile wird auch immer häufiger  auf „Facebook“ oder „WhatsApp“ diskutiert, über all das, was wir gerade erleben oder sehen.

Eine Umfrage eines Internet-Medienhändlers unter Online-Nutzern zeigte sogar, dass 39 % mehr als in Zeiten ohne Internet lesen. Als Grund nennen die Befragten, dass man im Internet schneller auf neue Buchtitel aufmerksam gemacht wird, individuelle Empfehlungen bekommt und das Buch leichter bestellen kann.

Insgesamt wird bei der Recherche deutlich, dass Jugendliche nicht weniger lesen, sie lesen nur mehr am elektronischen Bildschirm. Die traditionelle Schrift ist bei manchen Jugendlichen nicht so beliebt, aber das lässt nach der Pubertät auch wieder nach. Und selbst das klassische Buch hat weiterhin Zukunft. Neue Impulse gibt zum Beispiel die Frankfurter Buchmesse, die sich einer großen Beliebtheit erfreut. Und auch Leseangebote für Jugendliche von der Bücherei oder Schule kommen gut an.

 

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Wie berichten Zeitungen und ihre Online-Ausgaben über das Thema? (von Eric und Niklas)

Im Folgenden zeigen wir, wie Zeitungen über die These „Jugendliche lesen weniger“ berichten. Dabei wird zwischen Print- und Onlineausgaben unterschieden. 

Überraschend ist, dass die Meinung der Zeitungen sowohl online als auch in den Printausgaben nicht klar zu unterscheiden  ist. Es zeichnet sich ab, dass man nicht sagen kann, dass Online-Ausgaben das Leseverhalten Jugendlicher optimistischer sehen als ihre zugehörigen Printausgaben. Sowohl die gedruckten Zeitungen als auch die Onlinezeitungen berichten von sinkenden Zahlen jugendlicher Leser, aber es werden auch gegenteilige Entwicklungen von denselben Zeitungen genannt.

Es sind eher die regionalen Zeitungen, die vom Leseverhalten Jugendlicher schreiben, während die großen überregionalen Zeitungen mit Ausnahme von „Die Zeit“  das Thema häufiger meiden. Einerseits sagen Printmedien wie „WAZ“ und  „Die Zeit“, dass die Freude am Lesen bei Jugendlichen stetig wächst. Auffallend sei, dass Jugendliche meist die gleichen Bücher läsen. Es würden weniger verschiedene Bücher gelesen, die Mehrzahl lese die immer beliebter werdenden „All-Age“- Bücher wie Harry Potter oder die Twilight-Saga.

Andererseits gibt es auch viele gedruckte Zeitungen, die das Gegenteil behaupten:  Einige Regionalzeitungen berichten, dass Jugendliche oft keine Motivation zum Lesen haben. Der „Lokalkompass Dortmund“, welcher Buchhandlungen zu diesem Thema befragt hat, meint dazu, dass sich Kinder, die in der Grundschule schon wenig gelesen haben, auch im Jugendalter nicht mehr dazu hinreißen lassen können. Auch andere Zeitungen haben sich bei Bibliotheken erkundigt, sie schreiben von kaum genutzten Bücherei-Ausweisen bei Jugendlichen. Kaum ein Drittel der Ausweise wird demnach genutzt.

Viele Online-Medien berichten, dass Jugendliche immer mehr lesen. Große Online-Portale wie „Bild“, „Die Zeit“ und „Spiegel“ schreiben in ihren Online-Ausgaben, dass Studien, die sagen, dass Jugendliche weniger lesen, nicht ernst genommen werden könnten, da diese nur Freizeitleser und nicht berufliche Leser einbeziehen.  Auf Grund dessen haben große Online-Portale wie „Google“ schon lange vor, alle bekannten Bücher im Internet bereitzustellen. Die Online-Zeitungen sagen auch, dass Bücher auch in anderer Form (sprich als Hörbücher oder in E-Book-Readern) immer mehr an Bedeutung zunehmen. Demnach hören schon 60% der Kinder vor der Einschulung Hörbücher. Ein weiteres Argument der Studien, dass kaum noch Bücher in Buchhandlungen gekauft werden, wird ebenfalls dadurch widerlegt, dass nicht nur Online gelesen wird, sondern auch hauptsächlich Bücher im Internet gekauft werden.

Andere Online-Portale nennen dieselben Studien, interpretieren sie jedoch anders. So sagt als Beispiel die „Bild Online“, dass knapp die Hälfte der Jugendlichen keine Bücher geschenkt bekomme oder besitze. Aus Studien wie „PISA“ wird gedeutet, dass das Leseverständnis immer mehr sinke. Das Hören von Hörbüchern oder anderen Medien sei kein Ersatz für ein gelesenes Buch.

 

Man erkennt deutlich die unterschiedlichen Meinungen sowohl der Online-Zeitungen als auch der Print-Ausgaben, sogar untereinander. Jedoch ist es überraschend, dass die Online-Ausgaben nicht gezielt die positiven Seiten der digitalen Medien vertreten, ebenso wenig wie die Print-Ausgaben sich nicht ausschließlich auf das Gedruckte beziehen.

 

 

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Was Studien zum Leseverhalten deutscher Jugendlicher sagen (von Nils):

Auch Studien beschäftigen sich mit der Frage, ob Jugendliche weniger lesen. Die Ergebnisse sind  überraschend und werden ganz unterschiedlich interpretiert.

Auch die PISA-Studie, die unter tausenden Schülern weltweit durchgeführt wird, gibt über das Leseverhalten Auskunft. Diese Studie bescheinigt den Deutschen eine gute Lesekompetenz. Deutsche Schüler erreichten 2012 im Durchschnitt 508 Punkte, das sind 12 Punkte mehr als der Mittelwert, der bei  496 liegt. Damit ist Deutschland auf einer Höhe mit Belgien und Holland. Besonders die leistungsschwachen Schüler in Deutschland holen auf.

Insgesamt haben sich viele Länder bei den Leistungen der Schüler deutlich verbessert. In den letzten Jahren stieg der Durchschnittswert der Lesekompetenz aller Länder von 484 auf 496 Punkte. Auch deutsche Jugendliche scheinen sich von den erschreckenden Ergebnissen von 2000 erholt und werden auch in Deutsch immer besser.

Die „Stiftung lesen“ hat sich auch mit dem Thema Leseverhalten der Jugend befasst und dazu ebenfalls Studien durchgeführt. Sie kam dabei allerdings zu anderen Ergebnissen als die PISA-Studie. In einer Studie hat die Stiftung 2500 Jugendliche befragt, wie viele Bücher sie im Jahr lesen. Im Jahre 2002 gab noch jeder dritte Jugendliche an, zwischen 11 und 50 Bücher im Jahr zu lesen, anno 2012 liest nur noch jeder Vierte dieselbe Anzahl an Büchern. Dabei sind 25 % der Befragten absolute Nichtleser, nur 3 % davon Vielleser, eine erstaunlich niedrige Zahl. Das liegt auch am Elternhaus. Eine weitere Studie zu diesem Thema zeigt, dass 45 % der 14 bis 19-jährigen nie ein Buchgeschenkt bekamen, 1992, also 20 Jahre zuvor, erhielten noch 72 % sehr häufig ein Buch.                     

Die „Zeit online“  zieht aus derselben Studie aber eher positive Schlüsse. Denn zwar seien nur 3 % Vielleser, dafür steige die Zahl der Gelegenheitsleser und nehme man auch Zeitschriften und Zeitungen dazu, seien das über 50 % der Deutschen. Das zeigt, dass man jede Studie von zwei Seiten betrachten kann.   

Fazit: Zwar hat die „Stiftung lesen“ festgestellt, dass Jugendliche in den letzten Jahren deutlich weniger Bücher lesen (2002: jeder dritte Jugendliche zwischen 11 und 50 Büchern im Jahr; 2012 nur noch jeder Vierte), doch die PISA-Studie, die sich mit Lesekompetenz von Schülern und nicht mit deren Leseverhalten (wie viele Bücher man im Jahr liest) beschäftigt, zeigt, dass die Schüler in den letzten Jahren deutlich besser lesen. Viel Lesen und gut Lesen scheinen also tatsächlich zwei Paar Schuhe zu sein.

 

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Umfrage an unserer Schule (von Gabriella und Florian)

Wir haben im März 2014 Schüler der Jahrgangsstufen 6 und 10 sowie unseren Lehrern Fragen zum Leseverhalten gestellt. Insgesamt haben uns 261 Personen geantwortet. In den Diagrammen geben wir immer die absoluten Zahlen wieder und keine Prozentangaben. Dies erklärt die unterschiedlichen Balkenhöhen zwischen Schülern und Lehrern, da weitaus mehr Schüler an der Umfrage beteiligt waren.

 

1. Wie viele Bücher besitzt du?

Diagramm: Wie viele Bücher besitzt du?
Diagramm: Wie viele Bücher besitzt du?

Das Säulendiagramm zeigt deutlich, dass die Lehrer am meisten Bücher besitzen.

Die Mädchen aus der 10. Klasse jedoch haben auch einen bemerkenswert großen Besitz an Büchern im Unterschied zu ihren  männlichen  Jahrgangskameraden. Man erkennt, dass mit steigendem  Alter  der Jungen auch die Anzahl an Besitz der Bücher  dramatisch  abnimmt. Die Mädchen  der 6.Jahrgangsstufe  haben einen etwas größeren  Besitz als die Mädchen der 10.Klassen, jedoch ist ihr Unterschied sichtbar geringer als der bei den Jungen.

2. Gibt es ein E-Book im Haushalt?

Gibt es ein E-Book im Haushalt?
Gibt es ein E-Book im Haushalt?

Man erkennt deutlich, dass egal in welcher Altersklasse die Mehrheit mit 161 Stimmen von insgesamt 261 Stimmen kein E-Book besitzt. 86 Personen, also etwa jeder Dritte, besitzen eins.

Erstaunlich wenige, die kein E-Book besitzen, haben vor, sich einen Reader zu kaufen, und bleiben lieber beim klassischen Buch.

3. Liest du lieber mit einem Buch oder einem E-Book?

Liest du lieber mit einem Buch oder einem E-Book?
Liest du lieber mit einem Buch oder einem E-Book?

In dem Diagramm erkennt man, dass von 261 Stimmen die Mehrheit mit 205 Stimmen lieber mit einem Buch anstatt mit dem E-Book liest. Alle 33 befragten Lehrer lesen lieber mit dem klassischen Buch.

4. Wie viele Bücher liest du im Jahr?

Wie viele Bücher liest du im Jahr?
Wie viele Bücher liest du im Jahr?

Das Diagramm weist auf den ersten Blick eine außerordentlich bemerkenswert hohe Erhebung im Bereich des weiblichen Teiles der  6. Klasse auf. Der direkte Vergleich innerhalb der 6.Klasse zeigt, dass die Mädchen deutlich mehr lesen als die Jungen. Diese Erkenntnis gilt nicht nur für die 6. Jahrgangsstufe, sondern sie lässt sich auch auf die der 10. Klassen übertragen, jedoch mit einem nicht so extremen Unterschied. Überraschend niedrig ist allerdings die Menge an Büchern, die Lehrer innerhalb eines Jahres lesen.

5. Hast du früher mehr gelesen?

Hast du früher mehr gelesen?
Hast du früher mehr gelesen?

Die Diagramme sind von Altersgruppe zu Altersgruppe sehr unterschiedlich. 20 Stimmen von 33 Stimmen der Lehrer haben früher mehr gelesen als heute, während nur 4 Stimmen aussagen, dass sie früher weniger als heute gelesen haben.

Bei den 10. Klassen ist sehr deutlich, dass sie früher mehr gelesen haben, mit 71 Stimmen von 118. Hingegen bei den 6. Klassen ist dies der niedrigste Balken mit 21 Stimmen von 110.

 

 

6. Denkst du, dass das E-Book das Buch vom Markt verdrängt?

Denkst du, dass das E-Book das Buch vom Markt verdrängt?
Denkst du, dass das E-Book das Buch vom Markt verdrängt?

Erstaunliche 108 Stimmen von insgesamt 261 Stimmen glauben nicht, dass das Buch jemals von dem E-Book vom Markt verdrängt wird, wo doch in den letzten Jahren die Technologie moderner wurde und nur noch weinige in einen Buchladen gehen um sich ein klassisches Buch zu kaufen. Am stärksten sehen das die befragten Lehrer und die Schüler der 10. Klassen.

Nur mit einer Stimme mehr, mit 109 Stimmen, antworten die Befragten, dass das Buch in den nächsten 20 Jahren von E-Readern verdrängt wird und sich kaum noch einer ein „richtiges“ Buch kauft.

 

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Fazit

                     

Die Umfrage hat ergeben, dass vor allem Jugendliche trotz  heutiger Medienbeeinflussung immer noch Bücher besitzen und diese auch regelmäßig verwenden. Für die meisten steht zudem  außer  Frage, dass  E-Books  das  alte und bewährte Buch  vom Markt verdrängen werden. Trotzdem zeigt die Auswertung, dass eine deutliche Mehrheit  der befragten Personen das traditionelle Buch bevorzugt.

Fazit ist somit, dass Jugendliche und auch die kommenden  Generationen wahrscheinlich  selbst in Zeiten der technologischen Erweiterung  immer  gerne auf  ein  auf Papier gedrucktes Buch zurückgreifen werden.

 

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Wie geht es den Buchhandlungen und Büchereien? (von Luca)

Wer kennt das nicht? Man kommt bei einer Aufgabe nicht weiter und schon wird das Handy gezückt, um sich im Internet schlau zu machen. Wer von uns schlägt denn noch ein Sachbuch auf? Und wie wirkt sich unser verändertes Leseverhalten tatsächlich auf die Büchereien und Buchhandlungen aus? 

Nun, es ist wahr, dass der Verkauf an Sachbüchern zurückgeht, vor allem, weil man heutzutage auf jede Frage im Internet die passende Antwort findet. Dann kommt noch hinzu, dass man Alternativen zum gewöhnlichen Buch wie das E-Book  gefunden hat. Außerdem fällt auf, dass sich immer weniger Autoren durchsetzen können. Das sind die Gründe, aus denen die Umsatzzahlen im Jahr 2012 um 0,8% gesunken sind.

Doch die Buchhandlungen geben sich gelassen und erwerben weiterhin Nachschub, denn Klassiker wie Harry Potter oder Twilight sind weiterhin im Trend. Größere Einbußen müssen eher die großen Buchläden hinnehmen. Dort kaufen Kunden ein, die häufig auch im Internet bestellen, da ihnen die Beratung nicht so wichtig ist. 

Die Zahlen der Stadtbibliothek zeigen ein klares Ergebnis. Eine Zeitung zeigt die Zahlen einer regionalen Bücherei: Zwar besitzen 549 Mädchen im Alter von 13-15 Jahren einen Büchereiausweis, jedoch nutzt ihn davon nur knapp die Hälfte. Bei den Jungen wird es noch deutlicher. Gerade mal ein Drittel der 494 Ausweise wurde in den ersten Monaten 2012 verwendet. Die Buchhandlungen sind sich allerdings sicher, dass diese Lesepause nur zeitweilig ist und nach dem Studium wird vorübergeht.

 

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Umfrage beim Buchhandel (von Michelle und Janine)

Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, einzelne Buchhandlungen anzuschreiben und zu befragen. Insgesamt haben wir 60 Buchhandlungen in Mainz, Oppenheim, Nierstein, Worms, Wiesbaden, Köln, Frankfurt, Mannheim und München. Von diesen 60 haben insgesamt 9 geantwortet (22%), was gar keine schlechte Quote ist. Diese 9 haben wie gewünscht unsere Fragen beantwortet. Doch wir haben auch andere Antworten bekommen. Eine Buchhandlung hat sich entschuldigt, dass sie nicht die Fragen beantworten könne, da sie keine E-Books verkaufe. Eine andere hat geantwortet, dass sie unsere Fragen unpassend finde und dass sie diese nicht beantworten möchte. Aber alles in allem ist die Befragung der Buchhandlungen gut gelaufen.

1. Frage: Gefragt war, ob die Buchhandlungen sagen würden, dass Seiten wie Amazon oder E-Books ihr Geschäft gefährden. Die meisten haben bestätigt und zugegeben, dass es so ist und nur wenige haben diese Frage mit Nein oder Ich weiß es nicht beantwortet.   

2. Frage: Wir wollten wissen, wie sich die Kundschaft der Buchhandlungen seitdem E-Book entwickelt hat. Bei den meisten Buchhandlungen ist es gleich geblieben.    

3. Frage: Alle befragten Buchhandlungen verkaufen nach wie vor mehr Bücher als E-Books.   

4. Frage: Zuletzt ging es darum zu erfahren, wie sich der Verkauf von E-Books innerhalb der letzten 10 Jahre entwickelt hat. Bei einer leichten Mehrheit der Buchhandlungen wurden mehr E-Books verkauft und bei fast genauso vielen ist er gleich geblieben.       

 


Diagramm zu Frage 1
Diagramm zu Frage 1
Frage 2
Frage 2
Frage 3
Frage 3
Frage 4
Frage 4

Unsere eigene Meinung

von Hannes und Eric von Luca und Jakob
Jugendliche lesen weniger, das ist klar! Es gibt zahlreiche Studien, die dies belegen. Gründe dafür, dass Jugendliche weniger lesen, gibt es viele: Durch die neuen Medien, die in den letzten Jahren auf den Markt gekommen sind, haben Jugendliche aus ihrer Sicht besseres zu tun als Bücher zu lesen. Sie können zum Beispiel auf der PlayStation mit anderen Freunden zusammen spielen, was ihnen mehr Spaß macht. Ich spreche aus eigener Erfahrung: Ich lese zurzeit etwa 3 Bücher im Jahr, mein Vater las in meinem Alter viel mehr. Ein weiterer Grund, den man nicht abstreiten kann, ist, dass Jugendliche durch ihr Umfeld beeinflusst werden. Wenn zum Beispiel der beste Freund sagt, dass Bücher lesen „uncool“ sei, dann liest man selbst auch keine Bücher mehr. Diese Art Gruppenzwang ist nicht nur im Bereich Bücher aufzufinden. Zudem raubt mir die Schule den Spaß am Lesen, denn in der Schule lesen wird oft nur klassische Literatur, was die Leselust von uns Schülern weiter schmälert. Dazu haben wir nur wenig Zeit für Lesen durch den übermäßigen Lernstoff und die dazugehörigen Hausaufgaben. Auch G8 stellt ein Problem dar. Auch die Eltern spielen im Bereich „Lesen“ eine wichtige Rolle. Immer weniger Eltern lesen ihren Kindern im Kleinkindalter etwas vor. Somit werden die im jungen Alter besonders förderungsbedürftigen Kinder vernachlässigt und haben somit keinerlei Bezug zum Buch bzw. zum Lesen. Ein anderer Punkt ist, dass viele Kinder auch zum Lesen gezwungen werden und sich ihre Leselust somit nicht steigert. Sie verbinden damit keinen Spaß, sondern nur eine Pflicht. Eines vorweg: Selbst wenn Jugendliche weniger lesen sollten, müssen wir uns keine Sorgen machen. Denn es ist eine ganz normale Entwicklung, dass man im Vergleich zum Kindesalter weniger Zeit und Lust hat Bücher zu lesen. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass ich mit 13 Jahren noch 30 Bücher im Jahr gelesen habe. In der Grundschule waren es vielleicht noch mehr. Heute schaffe ich gerade mal fünf Bücher jährlich. Das liegt nicht daran, dass die Schule mir den Spaß geraubt hat, der Gruppenzwang mich abschreckt oder neue Medien einen größeren Reiz ausüben. Jugendliche haben oft neben der Schule, dem Freizeitsport und anderen Hobbies einfach immer weniger Zeit zum Lesen. Aber wir können getrost behaupten: Das war auch schon früher so. Zu Zeiten als es noch kein Abitur in acht Jahren gab. Außerdem werden wir heute mit Nachrichten am Handy oder Computer überhäuft, die wir genauso lesen wie Schullektüren oder Schulbücher, und selbst renommierte Studien zeigen aufsteigende Leistungen deutscher Schüler beim Lesen. Fast täglich sitze ich am Laptop, wo ich vor allem lese: Ich recherchiere für die Schule oder informiere mich auf anderen Seiten. Das konnte man vor vielen Jahren, als es noch kein Internet gab, nicht! Auch daran, dass Buchhandlungen weiter Nachschub an Büchern ordern und Buchmessen wie in Leipzig und Frankfurt immer beliebter werden, erkennt man, dass Jugendliche gar nicht weniger lesen. Sie lesen nur anders.

Digitalisierung der Schulbücher (von Celine, Melina und Lea)

 

Für viele Schüler ist der schwere Ranzen ein großes Problem. Das liegt vor allem an den dicken Schulbüchern. Sind digitalisierte Schulbücher die Lösung?

Viele Verlage bieten bereits die Möglichkeit an, die Schulbücher nicht nur im gedruckten Format zu verwenden, sondern auch als digitale Version auf PC, Tablet, etc. Allerdings lässt das Layout, welches bei Schulbüchern zum Inhalt gehört und vorhanden sein muss, nicht zu, dass es eine spezielle Version für E-Book Reader gibt. Der Verband Bildungsmedien e. V. vertritt mit seinem Projekt „Digitale Schulbücher“ 85 deutsche Verlage und Hersteller digitaler und analoger Bildungsmedien. Dazu gehören unter anderem Duden, Klett, Cornelsen, Diesterweg, Schroedel und Westermann. Bei einigen Verlagen wird jedoch die gedruckte Version des Schulbuches benötigt, um die digitale zu nutzen. Denn in diesen befindet sich eine Lizenz um zusätzlich das digitale Buch freizuschalten. Diese Lizenz kann zum Ende jedes Schuljahres zusammen mit dem Buch weitergegeben werden. Bei anderen wiederum ist die ausschließliche digitale Nutzung der Schulbücher schon möglich. Bei dieser Nutzung fallen Kosten von 8-10€ an, z.B. „Elemente der Mathematik“ (8,50€, Schroedel).

 

Wir erhoffen uns in näherer Zukunft ein digitales Schulbuch, das auf jedem Gerät verwendbar, einfach zu bedienen ist und in dem man auch zwischendurch Notizen machen kann. Es soll uns außerdem den Schulalltag in vielerlei Hinsichten erleichtern, zum Beispiel, dass der Schulranzen deutlich leichter ist und man immer alle Bücher bzw. Hefte dabei hat. So hat man bei einem kurzzeitigen Stundenplanwechsel trotzdem immer alle Unterlagen dabei.

Jedoch bringt diese neue Technologie auch gewisse Nachteile mit sich. So kann man nicht gleichzeitig im Buch lesen und schreiben und wenn etwas im Ranzen ausläuft, ist es kaputt. Das Gleiche gilt auch, wenn man das Gerät verliert, dann sind alle Dateien weg. Es kann auch leicht zu Ablenkungen führen, da diese Geräte weitaus mehr bieten als nur Schulisches, was wiederum schwierig von den Lehrern kontrollierbar ist.

 

Alles in allem finden wir digitale Schulbücher gut und praktisch, aber die Ausarbeitung ist noch nicht weit genug, um sie komplett gegen die traditionellen Bücher auszutauschen. Das liegt vermutlich daran, dass die Verlage kein Geld in dieses Projekt investieren wollen, solange nicht die vollständige Einsetzung dieser Technik gesichert ist. Außerdem ist es kompliziert ein einheitliches Layout für alle Geräte und Softwares zu entwickeln.  Für die Hersteller ist es ebenfalls schwierig ihre Produktion umzustellen, das heißt sie müssten z.B. Druckmaschinen gegen Tablets und Computer austauschen, sowie ihre Mitarbeiter umschulen.

Doch ob es zum vollständigen Austausch der Schulbücher kommt, bleibt weiterhin offen.

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Tablet-Nutzung im Unterricht - schon heute? (von Sheyenne und Ines)

Schon heute werden Tablet PCs im Unterricht eingesetzt. Im Internet haben wir nach Schulen mit Tablet-Projekt gesucht und sind auf der Seite „waldschulpads.wordpress.com“ fündig geworden. Schließlich haben wir uns dafür entschieden, einige Schulen zu ihrer Entscheidung für den digitalen Alltag per E-Mail zu befragen.

 

Wieso haben sich die Schulen für diese Art des Schulalltags entschieden?

An den meisten Schulen wurden Tabletklassen eingeführt, um so früh wie möglich die Medienkompetenz von Kindern zu fördern. Vorerst sind diese jedoch als Pilotklassen vorgesehen.

 

Welche Kosten entstehen, wenn man eine Klasse von ca. 25-30 Schülern mit Tablet PCs ausstattet?

Eine der Schulen, die wir befragt haben, ist eine staatliche Realschule. Hier mussten die Schüler die Kosten für die Anschaffung eines (in diesem Fall) IPads selbst übernehmen. Das kann jedoch auch anders aussehen, denn teilweise werden die Kosten z.B. vom Schulträger, einem Sponsor oder nur teilweise von den jeweiligen Schülern übernommen. Sie belaufen sich auf ca. 400-600€ pro Gerät.

 

Wie fielen die Reaktionen aus?

Verständlicherweise war das Interesse an einem solchen Projekt mitzuwirken sehr groß. Oft konnte nur per Losverfahren entschieden werden, in welchen Klassen die Neuerung eingeführt wird. Aber nicht nur Schüler, sondern auch Lehrer sind begeistert von der neuen Technik, die viele Dinge leichter macht. Viele Eltern sahen ihr jedoch mit gemischten Gefühlen entgegen. Sie machten sich Sorgen, ihre Kinder könnten zu viel Zeit mit dem Tablet zubringen. Aber da auch der verantwortungsvolle Umgang mit neuen Medien im Unterricht zum Thema gemacht wird, ließen sie sich schnell wieder beruhigen.

 

Wofür werden die Tablet PCs im Unterricht genutzt?

Oft wird nicht ausschließlich das Tablet genutzt, da dieses als digitales Schulbuch dient und der Unterricht damit nur um ein Medium erweitert wird. Meistens werden weiterhin Hefte geführt. Durch Zuhilfenahme eines Clouddienstes können digitale Arbeitsblätter ausgeteilt und handschriftlich auf dem Gerät ausgefüllt werden. Außerdem gestaltet sich die Internetrecherche deutlich einfacher, wenn dafür nicht extra ein EDV- oder Computerraum aufgesucht werden muss.

 

Nach unserer Umfrage und der Recherche im Internet kommen wir zu dem Schluss, dass die Benutzung von Tablets im Unterricht sehr sinnvoll ist und sich bereits jetzt bewährt hat. Allerdings muss auch und gerade in der heutigen Situation die Aufklärung im Bereich Datenschutz und Medienkompetenz als eigene Unterrichtseinheit eingeführt werden. Dasselbe gilt allerdings auch für Schulen ohne Tabletklasse.

 

 

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E-Books: Pro und Contra (von Naima und Gina)

E-Books: Mindmap Pro und Contra
E-Books: Mindmap Pro und Contra

Moderne Technik überall – Wie sieht die Zukunft aus? (von Charlotte und Chantal)

 

In dem folgenden Video zeigen wir ein Interview mit dem Medienbeauftragtem Herr K. Er beantwortet uns einige interessante Fragen über den Fortschritt der modernen Technologie an unserer Schule und Alternativen im Alltag. Viel Spaß beim Anschauen 

 

 

 

Alternatives Lesen (von Tutku und Jaqueline)

 

Weit verbreitet ist die Meinung, dass Jugendliche weniger lesen würden. Doch möglicherweise hat sich der Lesestil der Jugendlichen an ihr modernes Leben angepasst und damit verändert. Mittlerweile kann man mit neuen Techniken Bücher lesen. Eine Möglichkeit sind Apps für das Smartphone oder dem Tablet. Mit  diesen Apps kann man sich beliebte Bücher als Datei aufs Handy laden und jederzeit beliebig schmökern. Da der Bildschirm relativ klein und hell ist, ist es nichts für jedermann. Wenn man dies unpraktisch und unhandlich findet, kann man auf die sogenannten E-Bookreader, spezielle Geräte, die etwas größer als Handys und leichter sind zurückgreifen. Man kann sie überall hin mitnehmen und hat alle Bücher, die man gekauft hat, immer griffbereit. Wir kamen dadurch zu dem Schluss: Jugendliche lesen immer noch gerne. Aber anders. 

Im Moment versucht man das Lesen noch moderner zu machen, damit das Interesse daran nicht verloren geht. Dafür wird das Internet genutzt, da  dies die meist genutzte Freizeitaktivität ist. Schon mal was von social reading gehört? Dieses Prinzip wird von vielen Webseiten genutzt, auf denen jeder seine eigene Geschichte schreiben und veröffentlichen kann. Wenn man jedoch ein professioneller Autor ist, kann man auf anderen Seiten „Self publishing“ betreiben, d.h. man hat die Möglichkeit, seine eigene Geschichte ohne Einschränkungen wie zum Beispiel durch einen Verlag, durch eigene Veröffentlichung, für alle lesbar zu machen. Eine weitere Option ist eine Flatrate. Beim Abschließen eines monatlichen Vertrags kann man für eine geringe Gebühr so viele Bücher lesen wie man möchte. Viele Leser sind davon begeistert und stimmen zu, dass sie mehr lesen und das mit Spaß.

 

Eine eigene Bibliothek im Kopf

Über die Zukunft des Lesens wird schon viel spekuliert, erwartet und erhofft. Wie fänden Sie die Idee ihr Lieblingsbuch als eine Hologramm-Projektion auf der Tischplatte während des Kochens zu lesen? Man wird versuchen, die neue Technik in den Alltag zu integrieren und immer überall nutzbar zu machen, genauso wie sie mit anderen Techniken zu verknüpfen. Zum Beispiel eine Lesebrille deren Gläser dem Bildschirm des Smartphones gleichen, ebenso wie die Funktionen.

Weitreichender Vorstellung, die einige als unmöglich ansehen, werden von Experten, zum Beispiel Neurologen, wie Ray Kurzweil, versucht in die Realität umzusetzen, jedoch bis jetzt ohne Erfolg. Ihre Vorstellung ist Mensch und Technik zu vereinen. Sie träumen von Mikrochips, welche ins Gehirn gepflanzt werden sollen für das Erlangen und Erweitern des Wissens. Damit könnte man im Schlaf lesen und tausende Buchtitel im  Kopf abspeichern, um immer auf diese zurückzugreifen zu können. Man hätte sogar, bei ausreichendem Speicherplatz auf dem Chip, seine eigene Bibliothek im Kopf. Was das Lesen auf ganz neue Dimension bringen würde, wären Reizströme, die Regionen im Gehirn stimulieren und somit ein 3D- Erlebnis erzeugen könnten. Diese Vorstellung nennt man virtual reality. Sie wären sozusagen in jeder Sekunde live als Zuschauer in ihrer Geschichte dabei.

 

Die Gefahr der Abhängigkeit es groß

Vergessen darf man aber nie, dass der Fortschritt auch Nachteile mit sich bringt. Einen Alltag ohne Technik wäre nicht mehr vorstellbar, da sich  bei vielen ein Suchtverhalten und eine Bequemlichkeit entwickelt, auf die man nicht mehr verzichten würde. Wenn man das nicht glauben kann, muss man nur mehr auf seine Umwelt achten. Seitdem es Smartphones gibt, sind viele davon abhängig geworden.  Oder was ist mit der Waschmaschine? Da es viel bequemer ist, möchte auch keiner mehr mit der Hand seine Wäsche waschen. Es könnte passieren, dass es zu einer sozialen Abgrenzung zwischen Mensch und Umwelt kommt. Die Menschheit könnte soziale Interaktion verlernen und die Lust am realen Leben verlieren. Psychische Störungen und gesundheitliche Schäden könnten folgen.   Die Gefahr den Menschen durch Technik zu verbessern, darf man nicht ignorieren: Auch die Technik ist fehlerhaft! Durch einen Kurzschluss oder Systemfehler könnte solch eine Technik im Körper Schäden verursachen, dessen Ausmaß man sich noch nicht bewusst ist. Intelligenz bedeutet aber auch Macht, und von einem enormen Machtzuwachs durch steigende Intelligenz  ist nicht abzusehen. Fatal wären Folgen, würde jemand diese Macht ausnutzen. Wir können uns vorstellen, dass  sich auch die Politik verändern könnte. Schon heute ist die Überwachung der Menschen und anderer Länder ein großes Thema, wie man an dem NSA-Skandal unschwer erkennen kann. Viele Menschen fühlen sich nicht mehr sicher, sondern beobachtet, zum Beispiel bei ihren Handlungen im Netz. Diese Unsicherheit wird sich durch die immer weitere Optimierung der Technik verschlimmern.   

Die Zukunft kann man nie genau vorhersehen, doch schon heute kann man sagen, dass es einen Fortschritt geben wird. Das Duell zwischen klassisch und modern wird wahrscheinlich nie ein Ende finden, deshalb muss jeder selber über Vor- und Nachteile urteilen und sich seine Eigene Meinung darüber bilden.

 

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