Ethik in der Schule

Die Grundfragen der Ethik betreffen das Gute, das die Haltung und das Handeln des Menschen bestimmen soll. Wesentlicher Bezugspunkt für den Ethikunterricht ist die Sinnfrage im menschlichen Leben. Von daher ergibt sich die Auseinandersetzung mit Problemen aus dem Beziehungskreis von Sinn, Wert und Norm mit dem Ziel, dem Schüler Grundlagen für sittlich verantwortbares Handeln zu vermitteln.“ (Lehrplan Ethik)

Der Schüler soll demnach unterschiedlichste Ideologien kennen lernen, sich mit ihnen kritisch auseinander setzen und eigenverantwortlich eine ethische Position und Stellung dazu beziehen. Die Prinzipien und Begründungen der Ethik sollen ohne Berufung auf äußere Autoritäten und Konventionen allgemein gültig sein, wobei sie gegenüber der geltenden Moral einen übergeordneten, kritischen Standpunkt einnimmt.

Der Unterricht basiert wesentlich auf philosophischen, religiösen und sittlichen Fragestellungen und orientiert sich an der klassischen Definition des Ethik-Begriffs.

„Die Ethik ... ist als Teilbereich der Philosophie die Wissenschaft bzw. Lehre von der Moral. Sie analysiert und bewertet moralische Normen und Werte und stellt Moralsysteme auf bzw. begründet sie. Wegen ihrer Ausrichtung auf konkretes Entscheiden und Handeln wird sie auch als >praktische Philosophie< bezeichnet.“ (Standpunkt der Ethik, 2005, S. 14)

Durch die lebenspraktische Ausrichtung der Themen einerseits und durch die eingeforderte „Erziehung zum Menschsein“ andererseits schafft der Ethikunterricht oft ein Schulklima der integrativen Erfahrungen und gegenseitigen Verständigungen. Wohl wissend, dass der Mensch oft das Gegenteil dessen tut, was er im Grunde erstreben will, kann und will schulische Ethik an der Verbesserung des Menschen durch ethisches Denken und Handeln arbeiten.

Dieses Ziel hat Perspektive – sowohl für jede Schulgemeinschaft als auch für jede demokratische Staatsform.