Die Aktivitäten der AG Imperium Romanum

Triumph ohne Sieg – das Ende der römischen Eroberungen in Germanien

Exkursion der AG Imperium Romanum nach Westfalen

Die Niederlage des Varus in der sog. „Schlacht im Teutoburger Wald“ war aus römischer Sicht eine Katastrophe. Nicht viel erfolgreicher verlief der Rachefeldzug des Germanicus sieben Jahre später. Zwar bewilligte Kaiser Tiberius einen Triumph, aber die Germanien-Politik war am Ende: die Römer zogen sich an die Rheingrenze zurück.

Die AG Imperium Romanum begab sich am 20.-22.10.17 an geschichtsträchtige Orte in Norddeutschland: zunächst besuchten die 30 Schüler und Schülerinnen unter Leitung von Frau Greve und Herrn Weber das Grabungsgelände, wo die Varus-Schlacht heute nachgewiesen ist. Dazu passte die aktuelle Ausstellung in Haltern am See: „Triumph ohne Sieg“. Doch die Exkursion beschränkte sich nicht auf die alten Römer. Unweit liegen zwei bedeutende Städte, deren Namen eng mit einem anderen Krieg verbunden sind: die beiden Städte des Westfälischen Friedens, Münster und Osnabrück. Im strömenden Regen mit gelegentlichen Aufheiterungen lernten die Rheinhessen diese beiden reizvollen Städte kennen.

 Text: Frank Weber

Odin, Thor und Freyja

Am Donnerstag, 6. April 2017 begaben sich 26 interessierte Schülerinnen und Schüler der AG „Imperium Romanum“ auf eine weitere Exkursion.

Diesmal ging es unter der Leitung von Hr. Weber und Fr. Föckeler-Seidel ins Archäologische Museum nach Frankfurt. Das Thema der Fahrt war „Odin, Thor und Freyja. Skandinavische Kultplätze des 1. Jt.n.Chr.“

Wir trafen uns um 12:30 Uhr am Haupteingang vor der Schule. Gemeinsam liefen wir zum Oppenheimer Bahnhof. Von dort fuhren wir mit dem Zug nach Frankfurt. Im Museum angekommen, begann die Führung pünktlich durch zwei Museumsführer. Zunächst bekamen wir einen menschlichen Schädel zu sehen. Sie erklärten uns, dass es sich um eine Moorleiche handelt. Voll gruselig!

Unter anderem sahen wir einen großen Stein, auf dem mysteriöse Symbole eingeritzt waren. In einem anderen Raum wurde uns erklärt, wie die skandinavischen Langhäuser konstruiert waren. Man fand verrottete Holzpfeiler, auf denen die Häuser standen. Außerdem wurden Feuerstellen und ein Gebetshaus entdeckt.  Danach wurden uns einige der nordischen Gottheiten vorgestellt, z.B. Odin,Thor und Freyja. Odin war der mächtigste, weiseste und geheimnisvollste Gott der Wikinger. Er hatte magische Kräfte und ein achtbeiniges Pferd, das Sleipnir hieß. Thor war der Sohn des Odin und Gott des Donners. Mit seinem Zauberhammer kämpfte er gegen Riesen. Freyja war die Göttin der Liebe und Schönheit.

Es ging weiter zu zwei großen Holzaltären mit Opfergaben (z.B. Speisen). Dann berichtete man uns etwas über die nordischen Feste und die Kleidung der damaligen Menschen. Zum Schluss wurde das großes Modell eines Palastes gezeigt. Gleich daneben sah man eine Schiffsbestattung. Unter anderem konnten wir die Grabbeigaben reicher Skandinavier bestaunen. Die Beigaben bestanden aus Medikamenten, Geld und Waffen. Sie dienten dazu, dass die wohlhabenden Toten für das nächste Leben gut ausgerüstet waren. 

Um 16:47 Uhr fuhren wir wieder nach Hause. Es war wie immer ein sehr informativer Ausflug und wir erhielten viele spannende Infos über das faszinierende Leben der Skandinavier!

 

Lucas Gottschling, 6h

 

 

„Athen. Der Triumph der Bilder“

Das neue Schuljahr war noch keine Woche alt, da startete bereits eine kleine Gruppe archäologieinteressierter Schüler und Schülerinnen am Freitag, dem 2.9.16, nach Frankfurt ins Liebieghaus. Unter ihnen waren ganz spontan einige Sechstklässler, die gerade ihre ersten Stunden in der neuen Fremdsprache Latein erlebt hatten – Respekt!

Begleitet wurden sie von Herrn Weber und Frau Greve.

Die Ausstellung, die am darauf folgenden Sonntag endete – daher die Eile! – zeigte herausragende Werke der Vasenmalerei und Bildhauerei aus der klassischen Zeit und veranschaulichte eindrucksvoll den Gründungsmythos der Polis Athen, insbesondere die Rivalität zwischen Athene und Poseidon.

Nach einer interessanten Führung konnten die SchülerInnen ihre Eindrücke mit Ton auf kreative Weise nachwirken lassen.

F. Weber

"Nero - Kaiser, Künstler und Tyrann"

COLONIA AVGVSTA TREVERORVM

Freitag

Am 16. September 2016 begab sich die AG "Imperium Romanum" mit 14 Schülern, Frau Eichner und Herrn Weber auf eine zweitägige Exkursion nach Trier.

Nach einer 2,5-stündigen Busfahrt kamen wir um 11:30 Uhr in dem Jugendgästehaus Warsberger Hof in Trier an.

Um 12 Uhr brach unsere Gruppe zum Trierer Dom auf, wo Herr Weber uns zahlreiche Informationen über den ursprünglich römischen Teil und dessen Konstruktion gab (z.B. wurden Ziegel und Backsteine für den Bau verwendet). Faszinierend an dem Dom war seine riesige, wunderschöne Orgel sowie viele Wandmalereien.

Anschließend besichtigten wir die gotische Doppelkirche, die erst viele Jahre später an den Dom angebaut wurde. Auffallend an dieser Kirche waren ihre spitzbogenförmigen Fenster.

Danach ging es um 13 Uhr zur Palastaula, die auch als "Basilika" bekannt ist (auf Latein: Aula Palatina). Die Basilika hat in früheren Zeiten Kaiser Konstantin als Empfangshalle für seine Gäste gedient. Besonders hervorzuheben ist für die Größe des Gebäudes (nämlich 33 m hoch) das fortschrittliche Beheizungssystem für Boden und Wände.

Dann folgte eine kurze Mittagspause.

Anschließend bekamen die Schüler im Rheinischen Landesmuseum eine einstündige, informative Führung über Kaiser Nero und seine Zeit. Es ging um Neros Kindheit, seine Zeit als Kaiser und seine grausamen Taten.

Mit unserer Führung ging es weiter zum Stadtmuseum "Simeonsstift", denn dort folgte der zweite Teil der spannenden Neroausstellung. Dort sah man viele Gemälde aus späterer Zeit, die Neros künstlerisches Leben beschrieben. Die Bilder gaben Auskunft über seine außergewöhnliche Vorliebe für Schauspiel, Gesang und Instrumente.

Nach diesem anstrengenden Tag beschlossen wir den Ausflug zur Porta Nigra auf den Samstag zu verlegen und kehrten erschöpft um 18:30 Uhr zum Warsberger Hof zurück.

Danach gab es Abendessen und wir ließen den Abend gemütlich ausklingen. Der erste Tag in Trier ging zu Ende. Es war ein sehr erlebnisreicher und informativer Tag für uns alle!

Lucas Gottschling, 6h

 

Samstag

Wir gingen nach dem Frühstück zur Porta Nigra, sie ist das besterhaltene Stadttor des römischen Reiches. Dort stand ein vereinfachtes 3D-Modell von Trier aus der römischen Zeit.

Danach sind wir zu einer Brücke über die Mosel gelaufen, diese wurde von den Römern erbaut und dient noch heute dem Autoverkehr.

Danach liefen wir zu den Barbara-Thermen. In den Thermen kamen die Römer zusammen um sich zu entspannen und sich zu säubern.

Nun gab es eine Mittagspause.

Danach schauten wir uns die Kaiser-Thermen an, diese hatte Kaiser Konstantin angefangen zu bauen, sie wurden jedoch nicht zu Ende gestellt. Diese Arbeit übernahm dann ein anderer und wandelte sie in eine Kaserne um. Die Kaiser-Thermen wurden dann später zur einer Burg.

Im Anschluss gingen wir zum Amphitheater, das früher mitten in die Stadtmauer hineingebaut wurde. Dort zeigte gerade eine Gruppe von einer modernen Gladiatorenschule ihre Kampfkunst.

Zum Abschluss schauten wir uns im Landesmuseum das große Modell der römischen Stadt an; dort konnte man jedes einzelne Bauwerk erkennen, das wir in diesen Tagen kennengelernt hatten.

Danach fuhren wir mit dem Bus nach Hause.

Jakob Collmann, 6h

Auf dem "Domstein"
Auf dem "Domstein"
Am Quadratbau, dem römischen Kern des Trierer Doms
Am Quadratbau, dem römischen Kern des Trierer Doms
Die Porta Nigra am frühen Morgen -ohne Touristen
Die Porta Nigra am frühen Morgen -ohne Touristen
Vor der Aula Palatina
Vor der Aula Palatina
Römerbrücke
Römerbrücke
Vorm Amphittheater
Vorm Amphittheater

Agrippina – die Gemahlin des römischen Kaisers als Stadtgründerin

Exkursion der AG Imperium Romanum nach Köln 

 

Am 11. März fuhren wir um 7:47 Uhr in Oppenheim am Bahnhof ab. Während der 2 Stunden Zugfahrt gab es Arbeitsblätter zur Einführung in das Thema. Um 10:05 Uhr kamen wir in Köln an. Jeder bekam einen Stadtplan und es ging erst mal zur Jugendherberge in Köln-Deutz. Hier wurde das Gepäck abgestellt und es gab eine kleine Vorbesprechung.

Nun gingen wir zu einem alten Römerkastell. Dann liefen wir in die Kölner Altstadt und kamen an der einen oder anderen Sehenswürdigkeit vorbei. Dort machten wir eine kleine Pause und danach besuchten wir das Römisch-Germanische Museum. Als erstes schauten wir uns eine Sonderausstellung zur Kaiserin Agrippina, der Gründerin von Köln an. Dazu bildeten wir zwei Gruppen, eine mit älteren Lateinschülern und eine mit Schülern, die  erst seit 1 oder 2 Jahren Lateinunterricht haben. Wir wurden geführt und haben viel über den Stammbaum der Agrippina erfahren, über ihre Geschichte und die ihrer Verwandten. Wir mussten den Namen des alten Kölns (Colonia Claudia Ara Agrippinensium) auswendig lernen. Außerdem erfuhren wir, warum die Agrippina ihre einst so kleine Heimatstadt zu der großen Stadt Köln „aufwertete“. Dann trafen sich die Gruppen wieder und es gab eine kleine Essenspause.         

Torben Holderbaum

 

Museumspädagogischer Workshop: Kleider machen Römer oder Ubier

Wir wurden von einer Frau im Römisch-germanischen Museum empfangen. Zu Beginn führte sie uns zu einem rekonstruierten Mosaik. Dort sagte sie, dass auf dem Mosaik der griechische Weingott Dionysos mit seinem Gefolge zu sehen sei.

Anschließend ging sie mit uns eine Etage tiefer. Unten angekommen, sollten der kleinste und der größte Junge und die beiden Mädchen mit den längsten Haaren mit ihr kommen. Sie nahm uns mit und übergab ihnen römische Kleidung. Danach gingen wir alle gemeinsam in das Obergeschoss des Museums, wo sie uns an Grabsteinen und Teilen von Torbögen vorbeiführte. Dann forderte sie mich (Jonas Brenneisen) auf, nach vorne zu kommen und die römische Kleidung mitzubringen. Sie zeigte uns an mir, wie man eine Tunica (Alltagsgewand) und eine Toga (Gewand für Auftritte in der Öffentlichkeit) anzog.

Danach gingen wir zu einem Grabstein eines Veteranen und die Frau aus dem Museum erzählte uns, was auf dem Grabstein zu sehen ist und in welcher Größe die Sklaven, die Kinder und in welcher die Hausherren und Hausherrinnen dargestellt sind. Es ist so, dass die Hausherren und Hausherrinnen groß und die Sklaven und Kinder klein abgebildet sind. Allerdings kann man Hausherr und Hausherrin auch an der Frisur und der Tunica erkennen, da die Tunica bei den Männern nur bis über die Knöchel und bei den Frauen bis auf den Boden reichte. Man kann auch die Sklaven von den Kindern unterscheiden, da die Sklaven eine kürzere Tunica als die Kinder tragen. Der Workshop ging einige Stunden und war sehr interessant.

Nach dem Workshop sind wir zusammen in die Jugendherberge gegangen. Es gab Abendessen und danach ging eine Gruppe in die Altstadt, um diese bei Nacht zu erleben und die andere Gruppe verbrachte den Abend in der Jugendherberge. Um 22 Uhr war dann offiziell Bettruhe, aber bis alle geschlafen haben, vergingen noch ein paar Stunden…

Jonas Brenneisen

 

Der Samstagmorgen sah eine Stadterkundung entlang der römischen Stadtmauern vor. Sie begann beim alten Nordtor, dessen Reste vor dem Dom zu sehen sind. Wir folgten dem Verlauf, der durch größere oder kleinere Originalmauerreste gekennzeichnet ist, und gelangten zu der wunderschönen mittelalterlichen Kirche St. Gereon, die über einem antiken Gräberfeld errichtet wurde.

Ein weiterer Programmpunkt war die Besichtigung des antiken Statthalterpalastes (Praetorium) und der gut erhaltenen Kanalisation, die die Abwässer der Stadt zum Rhein führte.

Nach der heiß ersehnten Mittagspause bildete die Turmbesteigung des gotischen Kölner Doms den krönenden Abschluss.

Obwohl wir sehr erschöpft waren und gerne „zügig“ nach Hause gekommen wären, durften wir noch die Komplikationen einer modernen Bahnreise miterleben. Dennoch kamen wir alle verspätet, aber wohlbehalten an.

Frank Weber